Eine kürzlich durchgeführte Studie der University of British Columbia hat die Auswirkungen des Ausscheidens von High-Performern auf den Wechselwillen des restlichen Teams untersucht. Die Studie, die über zwei Jahre lang mehr als eine Million Mitarbeiter begleitete, liefert interessante Erkenntnisse über die Teamdynamik in Unternehmen.

Der Dominoeffekt der High-Performer
Die Studie zeigt, dass das Ausscheiden von High-Performern einen signifikanten Einfluss auf die anderen Teammitglieder hat. Wenn ein High-Performer das Unternehmen verlässt, hinterlässt dies oft eine Lücke und veranlasst die anderen Teammitglieder, ihr eigenes Arbeitsverhältnis zu hinterfragen.

Signalwirkung
Laut der Studienautorin Sima Sajjadiani sendet die Kündigung von High-Performern ein Signal an die restlichen Teammitglieder: Ihre Arbeitsplätze sind nicht sicher, und das Unternehmen kümmert sich nicht um sie, unabhängig davon, wie hart sie arbeiten. Dies führt dazu, dass sie ebenfalls über einen Wechsel nachdenken.

Zeitversetzter Effekt
Wenn ein High-Performer freiwillig kündigt, ist der Effekt ähnlich, jedoch zeitlich versetzt. Es wird als positives Signal interpretiert, dass es anderswo bessere Karrieremöglichkeiten gibt. Obwohl die Teammitglieder nicht sofort kündigen, beginnen sie, sich nach anderen Optionen umzusehen.

Was passiert, wenn Low-Performer gehen?
Interessanterweise hat das Ausscheiden von Low-Performern meist das Gegenteil zur Folge. Wenn sie wegen toxischen Verhaltens oder schlechter Gesamtleistung entlassen werden, bleiben die leistungsstarken Mitarbeiter in der Regel sogar länger im Unternehmen. Nur andere Low-Performer überlegen, ebenfalls zu wechseln.

Fazit
Die Studie unterstreicht die wichtige Rolle, die High-Performer in der Teamdynamik spielen. Ihr Ausscheiden kann weitreichende Auswirkungen auf die Moral und die Arbeitsbeziehungen innerhalb eines Teams haben. Unternehmen sollten daher Strategien entwickeln, um solche Schlüsselpersonen zu halten und die negativen Auswirkungen ihres Weggangs zu minimieren