Manage to Zero

Der blinde Fleck der CO₂-Bilanz: Die Klimasünde im Technikraum?

TGA und Emissionen im Gebäude Lebenszyklus

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Über das Event

Variantenanalyse technischer Gebäudeausrüstung zu Embodied Carbon, grauer Energie und Zirkularität – am Beispiel des Anna-Lindh-Hauses

Technische Gebäudeausrüstung gilt noch immer als blinder Fleck vieler CO₂-Bilanzen. Während Tragwerk, Fassade und Baustoffe intensiv analysiert werden, bleibt der Einfluss von Lüftung, Heizung, Kühlung und Energieverteilung auf die grauen Emissionen häufig unterschätzt. Gerade bei ambitionierten Holz- und Holzhybridbauten stellt sich jedoch eine zentrale Frage: Welche Technik braucht ein wirklich CO₂-optimiertes Gebäude – und welche Emissionen bringt diese Technik selbst mit sich?

Am Beispiel des Anna-Lindh-Hauses in Berlin wird in diesem Event eine Variantenanalyse zur technischen Gebäudeausrüstung vorgestellt. Das Projekt verfolgt hohe Nachhaltigkeitsziele und zeigt exemplarisch, wie stark technische Anforderungen im Holzbau die Planung beeinflussen. Brandschutz, Komfortanforderungen, Raumakustik und Gebäudetechnik greifen eng ineinander – und bestimmen letztlich auch die CO₂-Bilanz des Gesamtsystems. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Embodied Carbon, graue Energie und Zirkularität der TGA systematisch bewerten lassen. Welche technischen Konzepte unterstützen ein CO₂-neutrales Gebäude tatsächlich? Wie lassen sich unterschiedliche Systemvarianten vergleichen? Und welche Rolle spielen dabei Material- und Ressourcenpässe für die langfristige Transparenz von Gebäudetechnik? 

Die Online-Runde macht sichtbar, wie Variantenuntersuchungen helfen, Techniksysteme nicht nur nach Energieeffizienz, sondern auch nach ihrer Klimawirkung über den gesamten Lebenszyklus zu bewerten. Das Anna-Lindh-Haus liefert dafür ein konkretes Praxisbeispiel – und zeigt, wie eine fundierte CO₂-Bilanzierung zur Grundlage für die Planung von Zero-Emission-Buildings werden kann.